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MPEG-H/Part 2

Videocodierformat, das im Jahre 2013 von einer Expertengruppe, bestehend aus der MPEG und der ITU, veröffentlicht wurde und gegenüber dem Vorgängerformat MPEG-4/Part10 doppelt so effizient arbeitet, um die durch die 1080p/50 oder 8K entstehenden hohen Datenmengen zu kompensieren. Die ITU verwendet dafür ihre eigene Bezeichnung H.265, die Abkürzung HEVC wird gemeinsam verwendet. Es gibt mehrere Varianten, die sich durch die Kombination von MPEG Levels und MPEG Profiles ergeben.

Die Verbesserungen sind sehr komplex. Einer der Punkte ist, dass bei der Bildung der Blöcke, in die ein Bild für die Codierung zerlegt wird, viele Varianten haben kann und damit sich die Codierung besser an verschiedene Bildinhalte adaptiert. Zusätzlich gibt es viele verschiedene Modelle bei der Vorhersage von Bildern innerhalb einer GOP, mit denen auch abhängig vom Bildinhalt gearbeitet wird. Für die Entropiecodierung wird ausschließlich das aufwändige Verfahren CABAC verwendet.

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