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OSI-Modell

Open Systems Interconnection Model. Theoretisches Modell, das die Vorgänge innerhalb eines Netzwerks in voneinander abhängenden Strukturen, sogenannten Layern beziehungsweise Schichten, beschreibt. Abhängigkeit bedeutet, dass zwei Teilnehmer eines Netzwerks erst dann über einen Layer miteinander kommunizieren können, wenn dies im vorherigen Layer bereits funktionierte. Jedem der insgesamt sieben Layer sind dabei verschiedenen Aufgaben zugeordnet.

Layer 1 beschreibt die physikalische Übertragung der Bits, z.B. über Kabelwege. Hier geht es noch nicht um einen Inhalt, sondern nur um die elektrische Übertragung.

Layer 2 definiert, wie die Eternet Frames mit den MAC-Adressen über einen Switch übertragen werden. Eine Weiterleitung über ein LAN-Segment hinaus ist hier nicht möglich. Auch eine Kontrolle der Übertragungsqualität lässt sich hier nicht realisieren.

Mit Layer 3 lassen sich Teilnehmer über IP-Adressen verbinden, die sich nicht innerhalb eines LANs befinden. Dies geschieht über einen Router.

Erst auf Layer 4 ist es möglich, den Erfolg einer Datenübertragung zu managen. Dies geschieht mit den Protokollen TCP und UDP. Auch die Aufteilung mehrere Anwendungen auf Ports, die sich eine Schnittstelle teilen, wird auf Layer 4 entschieden.

Die darüber liegenden Layer 5 bis 7 beziehen sich auf individuelle Lösungen, die die einzelnen Anwendungen und Programme betreffen. Vergl. Layer 8.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 12.10.2018

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