Online-Lexikon

ITU-R BT.601

Videostandard der ITU, der die Spezifikationen von SD beschreibt. Die Auflösung von 720 Pixeln pro aktiver Zeile und 576 Zeilen gelten für Signale mit den Bildseitenverhältnissen 16:9, und 4:3. Daraus folgt eine rechteckige und keine quadratische Pixelgeometrie. Möglich sind die Videonormen 576i/25 und 576psf/25. Inklusive der Austastlücken weist das Signal 864 Bildpunkte und 625 Zeilen auf.

Grundsätzlich wird das Komponentensignal nach dem Verfahren 4:2:2 für das Luma-Signal und die beiden Farbdifferenzsignale verwendet, wobei letztere nur die Hälfte der horizontalen Bildpunktelemente aufweisen.

Der Farbraum mit den Primärvalenzen x=0,64, y=0,33 für Rot, x=0,29, y=0,60 für Grün und x=0,15, y=0,06 für Blau entspricht dem, der auch von der EBU 1970 für analoge Videosignale definiert wurde. Die Luma-Formel hat die Werte 30% Rot, 59% Grün und 11% Blau. Die korrekte Bezeichnung des digitalen Komponentensignals ist Y, CB, CR. Der Standard sieht eine Gamma-Vorentzerrung vor. Der Pegelwert jedes Bildpunktelements ist mit 10 Bits quantisiert.

Das Originaldokument ist sehr detailliert und beschreibt auch die Abtastfrequenz der früher verwendeten Analog/Digital-Wandlung beim Luma-Signal mit 13,5 MHz sowie die der beiden Farbdifferenzsignale mit jeweils 6,75 MHz. Die Videobandbreite beträgt 5,5 bzw. 2,75 MHz. Ebenso gibt es Angaben zu den teils abweichenden Spezifikationen für die US-amerikanisch/japanische Videonormen.

Vergl. ITU-R BT.709 und ITU-R BT.2020.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 11.08.2016

zurück zur Liste