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Bildwechselfrequenz

picture frequency, picture rate

Anzahl der Bilder pro Sekunde. Als Teil der Beschreibung einer Videonorm wird immer die technische Vollbildwechselfrequenz angegeben. Wie viele Bewegungsphasen inhaltlich übertragen werden können, hängt vom verwendeten Abtastverfahren ab. Beim Progressive Scanning entspricht die Bildwechselfrequenz auch der Anzahl der Bewegungsphasen. Beim Interlaces Scanning ist die Anzahl der Bewegungsphasen gegenüber der Bildwechselfrequenz doppelt so groß, da jedes der beiden Halbbilder eines Vollbildes eine eigene Bewegungsphase trägt.

In Europa werden Bildwechselfrequenzen von 50 oder 25 Hz, in US-Amerika und Japan von 59,94 und 29,97 Hz verwendet. Der Ursprung liegt in der Frequenz des in der jeweiligen Region verwendeten Wechselstroms. Heute gibt es aber dazu keinerlei technischen Zusammenhang mehr. Diese „krummen“ Zahlen sind der Einführung der Farbe, Anfang der 50er Jahre geschuldet. Normen mit 30 Hz Bildern pro Sekunde werden beim Fernsehen nicht verwendet.

Die Bildwechselfrequenz von 24 Hz stammt aus Zusammenhängen des Kinos, wird aber heute auch für den internationalen Programmaustausch verwendet. Mit dem 2:3 Pullup-Verfahren kann eine Kopie für die 25 Hz-Welt geschaffen werden, die im Gegensatz zu einer Normwandlung die Bildqualität besser erhält. Die Variante mit 23,98 Hz basiert auf der„krummen“ Bildwechselfrequenz von 59,94 Hz. Auch hier gibt es eine Verbindung mit 2:3 Pullup. Im übrigen verwendet auch die Blu-Ray diese Bildwechselfrequenz.

Zukünftige Überlegungen gehen in Richtung höherer Bildwechselfrequenzen, die dann als High Frame Rate bezeichnet werden.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 29.06.2018

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