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Online-Lexikon

Bildwechselfrequenz

picture frequency, picture rate

Beschreibt in der Regel die Anzahl der Vollbilder, die pro Sekunde übertragen werden. Die Bildwechselfreequenz ist Teil der Angaben, die eine Videonorm definieren. Ohne die Angabe des Abtastverfahrens, lässt sich jedoch keine Aussage über die Bewegtbildauflösung, also die Anzahl der Bewegungsphasen treffen.

So beinhaltet beispielsweise die Norm 1080i/25 pro Vollbild wegen des Zeilensprungverfahrens zwei Bewegungsphasen in zwei Halbbildern. Die Halbbildwechselfrequenz beträgt damit 50 Hz, wird jedoch – gegenüber früheren Angaben wie 1080i/50 – nicht mehr in einer Normbeschreibung angegeben. Im Gegensatz dazu weist die progressive Norm 1080p/25 nur eine Bewegungsphase pro Vollbild auf.

In Europa werden Bildwechselfrequenzen von 25 oder 50 Hz, in US-Amerika und Japan von 29,97 und 59,94 Hz verwendet. Der Ursprung liegt in der Frequenz des in der jeweiligen Region verwendeten Wechselstroms. Heute gibt es aber dazu keinerlei technischen Zusammenhang mehr. Diese „krummen“ Zahlen sind der Einführung der Farbe, Anfang der 50er Jahre geschuldet. Normen mit 30 Bildern pro Sekunde werden in der Regel nicht verwendet, auch wenn dies oft so genannt wird.

Normen mit einer Bildwechselfrequenz von 24 Hz stammen aus Zusammenhängen des Kinos, werden aber heute auch für den internationalen Programmaustausch verwendet. Mit dem 2:3 Pullup-Verfahren kann eine Kopie für die 25 Hz-Welt geschaffen werden, die im Gegensatz zu einer Normwandlung die Bildqualität besser erhält. Die Variante mit 23,98 Hz basiert auf der„krummen“ Bildwechselfrequenz von 59,94 Hz. Auch hier gibt es eine Verbindung mit 2:3 Pullup. Im übrigen verwendet auch die Blu-Ray diese Bildwechselfrequenz.

Zukünftige Überlegungen gehen in Richtung höherer Bildwechselfrequenzen, die dann als High Frame Rate bezeichnet werden.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 16.10.2016

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