Online-Lexikon

Normwandler

standards converter

Gerät zur Normwandlung von Videosignalen. Das Videosignal durchläuft dabei einen Prozessor, der den Bildinhalt in einer Videonorm speichert und sofort nach einer Umrechnung in der anderen Videonorm ausgibt. Je nach Norm müssen die Bildpunkte einer Zeile, die Zeilenanzahl und die Bildwechselfrequenz umgerechnet werden.

Bei der Interpolation der Bildpunkte und Zeilen können Unschärfen durch eine notwendige Mittelwertbildung entstehen. Dies kann unabhängig davon geschehen, ob die Zeilenanzahl vergrößert oder verringert werden muss.

Die Änderung der Bildwechselfrequenz ist problematischer. Abhängig von der Bewegung der Bilder können durch die Wandlung unerwünschte Shutter-Effekte oder Bewegungsunschärfen auftreten. Normwandler mit großer Speicherkapazität erfassen mehrere aufeinander folgende Vollbilder. Damit werden beispielsweise bei einer Wandlung von US-amerikanischem Material mit 29,97 Bildern pro Sekunde in europäisches mit 25 Bildern pro Sekunde nur diejenigen Bilder entfernt, zwischen denen kein Bewegungsunterschied auftritt. Dadurch wird ein Ruckeleffekt vermindert oder ausgeschlossen. Werden alternativ Bilder ebenfalls interpoliert, sind Bewegungen unscharf.

Ein Normwandler arbeitet „live“ mit der Verzögerung einiger Bilder. Der dazu gehörende Ton muss entsprechend mitverzögert werden. Eine Normwandlung erfordert keine Aufzeichnung des Materials. Sie kann wie z.B. bei einer Satellitenübertragung direkt beim Uplink oder Downlink erfolgen und in eine Sendung eingespielt werden.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 16.12.2014

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