Online-Lexikon

Shoot To Protect

Verfahren, bei dem bestimmte Teile eines Fernseh- oder Filmbildes von wesentlichen Aktionen freigehalten werden.

Wird z.B. beim Fernsehen ein Bild mit einem Bildseitenverhältnis von 4:3 aufgenommen und denkt man aber auch an eine Ausnutzung des Materials für das Breitbildfernsehen in 16:9, müsste man darauf achten, am unteren und oberen Bildrand keine wesentlichen Informationen ins Bild zu bekommen. Dies führt zu unerfreulichen Kompromissen bei der Gestaltung beider Bildformate und wird daher nach Möglichkeit vermieden. Dazu kommt, dass bei der Nutzung dieses Materials im 16:9-Vollformat eine qualitätsmindernde Vergrößerung von 430 auf 576 Zeilen stattfinden muss.

Parallelen ergeben sich auch im umgekehrten Fall. Bei der Aufzeichnung von 16:9-Material mit dem Gedanken zur späteren Ausnutzung in 4:3, werden links und rechts bestimmte Bildteile vernachlässigt. Auch hier ist eine gute Bildgestaltung für beide Bildformate unmöglich. Dieses Problem ist z.B. bei der Ausstrahlung von Kinofilmen zu sehen, die im Breitbildverfahren aufgenommen wurden, aber in 4:3 ausgestrahlt werden. Das Panscan-Verfahren ist dabei keine wirkliche Alternative.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 27.08.2008

zurück zur Liste