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Online-Lexikon

Filmprojektor

film projector

Ein Filmprojektor projiziert das von der Abwickelspule kommende, durch den Strahlengang der Optik geführte Filmmaterial mit einer starken Lichtquelle auf die Bildwand. Jedes Filmbild wird für die Projektion kurz angehalten. Während dieser Zeit wird das Bild von einer Umlaufblende kurzzeitig unterbrochen, ebenso wie auch während des Weitertransports des Films. Mit einer solchen zweiflügeligen Umlaufblende erreicht man trotz der niedrigen Bildwechselfrequenz von 24 Bildern pro Sekunde eine flimmerfreie Wiedergabe mit 48 Hz. Eine Anpassung der Laufgeschwindigkeit für Filme, die auch für eine Auswertung beim Fernsehen mit 25 Bildern pro Sekunde gedreht wurden, ist meistens möglich.

Um die verschiedenen Filmformate zeigen zu können, müssen verschiedene Objektive eingesetzt werden, damit die Bildhöhe auf der Bildwand immer gleich ist. Dazu gehören auch anamorphotische Objektive, mit denen das verzerrte Bild, z.B. des Panavision-Verfahrens, geometrisch korrekt dargestellt werden kann. Damit ergeben sich bei den verschiedenen Bildseitenverhältnissen ganz unterschiedliche Bildbreiten, die mit entsprechenden Vorhängen seitlich kaschiert werden, damit die Leinwand immer so breit erscheint wie der Film. Gleichzeitig wird der Film mit passenden Metallmasken so abgedeckt, dass die Bildkanten immer scharf abgebildet werden. Für die Projektion eines hellen Filmbildes über eine Bildwand von z.B. 24 x 11 Metern sind Filmprojektoren mit Brennern ausgestattet, die über eine Leistung von z.B. 7 kW verfügen.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 20.12.2012

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