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Filmlook

cine look, cine like

Mit dem Filmlook einer elektronischen Kamera möchte man erreichen, dass Produktionen, die im Fernsehen ausgestrahlt oder im Kino projiziert werden, eine Wirkung haben, die an Filmmaterial erinnert. Um diesem Wunsch möglichst nahe zu kommen, müssen viele Faktoren beachtet werden. Die bloße Umschaltung einer elektronischen Kamera in einen Filmmodus reicht dabei nicht aus.

Ein wesentliches Merkmal von Filmmaterial ist die hohe Auflösung. Dabei entspricht 4K-DCI oder UHD-1 der Auflösung des 35mm-Films, 8K-DCI oder UHD-2 der des 65mm-Films. Elektronische Kameras mit einer Umschaltung auf p/24 erlauben die Verwendung der im Kino üblichen Bildwechselfrequenz von 24 Bildern pro Sekunde. Ein dem einer Filmkameras gleichwertiger Bewegungseindruck wird damit allein jedoch nicht erreicht. Dies hängt damit zusammen, dass der Shutter-Effekt, den eine Filmkamera durch die dort verwendete Sektorenblende erzeugt, sich von dem einer elektronischen Kamera mit p/24 unterscheidet. Wenige für Kinoproduktion verwendete elektronische Kameras können optional mit einer solchen Sektorenblende ausgerüstet werden.

Filmmaterial weist einen hohen Kontrastumfang auf, den eine elektronische Kamera durch die Verwendung logarithmischer Kennlinie mehr als erreicht.

Auch auf optischer Ebene gibt es Unterschiede. Die geringe Schärfentiefe von 35mm-Film entsteht durch die Bildfeldgröße, die 35mm-Kamerarecorder ebenfalls aufweisen. Die Verwendung von Festbrennweiten sorgt mit sehr guten optischen Abbildungsleistungen für lichtstarke, kontrastreiche und auflösungsstarke Bilder ohne geometrische Verzerrungen.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 28.11.2018

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