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Online-Lexikon

Blockschaltbild

block diagramm

Das Blockschaltbild zeigt den prinzipiellen Aufbau eines mehr oder weniger komplexen technischen Systems in vereinfachter schematischer Form. Dabei kann es sich um ein einzelnes Gerät, wie z.B. ein Tonmischpult, handeln, aber auch um ein größeres System, wie z.B. einen Studiokomplex oder einen Ü-Wagen. Die einzelnen Baugruppen oder Geräte sind in Form von Kästchen gezeichnet und durch Linien, die den dazugehörigen Leitungswegen entsprechen, verbunden. Der Plan folgt einer gewissen Logik, die den Sendeweg z.B. von links nach rechts darstellt. Ein gutes Blockschaltbild – z.B. das eines Ü-Wagens – ist so aufgebaut, dass sich die Anschlusswege zwischen den einzelnen Geräten visuell gut verfolgen lassen. Zusätzlich sind die Leitungen mit den Kabelnummern beschriftet, so dass man jede einzelne Verbindung einfach nachvollziehen und im Falle eines Fehlers die richtigen Schlüsse ziehen kann. Das Blockschaltbild eines Ü-Wagens enthält daher alle Geräte, wie z.B. die Kameras, Bildmischpulte, Produktionsserver, MAZ-Maschinen, Videoverteiler, Steckfelder und Testsignalgeneratoren. Je mehr Geräte dargestellt werden, umso größer und komplexer wird der Plan. In der Regel gibt es getrennt Pläne für Videosignale, Audiosignale und ggf. auch Synchronsignale. Ein sorgfältig erstelltes und ständig aktualisiertes Blockschaltbild ist die Voraussetzung, um sich in der Technik eines Studiokomplexes oder Ü-Wagens sicher zurechtzufinden.

Blockschaltbilder einzelner Geräte zeigen ebenfalls das Funktionsprinzip an. Auch hier sind die Baugruppen dargestellt und sind durch Verbindungswege, Bedienelemente sowie Ein- und Ausgänge ergänzt. Enthält das Blockschaltbild eines Gerätes alle Funktionen, kann es eine Bedienungsanleitung weitgehend ersetzen.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 26.12.2012

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