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Zeitfehlerausgleicher

time base corrector

Baugruppe, die Zeitfehler die durch mechanische Ungenauigkeiten einer MAZ-Maschine entstanden sind, minimiert.

MAZ-Maschinen digitaler MAZ-Formate weisen große Beträge von Zeitfehlern auf. Die Bildinformationen werden in einen Bildspeicher eingelesen und zeitlich korrekt ausgegeben, so dass ein kontinuierlicher Datenstrom entsteht. Alle digitalen MAZ-Maschinen besitzen einen Zeitfehlerausgleicher.

Die in einer analogen MAZ-Maschine auftretenden Zeitfehler werden minimiert, indem der Beginn und die Länge jeder Zeile an den Studiotakt angepasst werden. Dieser Ausgleich ist für die Betrachtung des Bildes auf einem Display nicht wichtig, für die Weiterverarbeitung über ein Bildmischpult aber unbedingt notwendig. Von der MAZ kommende Zeitfehler mit einer Abweichung von mehreren Zeilen werden bis zu einer Genauigkeit von ±3 ns korrigiert. Frühere MAZ-Formate hatten daher nicht zwingend einen Zeitfehlerausgleicher eingebaut, sondern mussten in einem solchen Fall auf einen separaten Zeitfehlerausgleicher zurückgreifen.

Eigenständige Zeitfehlerausgleicher haben ein digitales internes Prozessing und einen Speicher von der Größe eines Vollbildes. Sie bieten daher eine Standbildoption und diverse Einstellmöglichkeiten des Videopegels. Ihre eigentliche Aufgabe, der Zeitfehlerausgleich, bleibt oft unbeachtet, weil dazu nichts bedient werden muss.

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