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Weißabgleich

white balance

Einstellung an elektronischen Kameras, die die Verstärker der drei Farbkanäle Rot, Grün und Blau so aneinander angleicht, dass weiße Bildteile einer Szene ohne Farbstich und folglich auch alle Farben innerhalb des Farbenraums des Farbfernsehens richtig wiedergegeben werden.

An Kamerarecordern wird der Weißabgleich manuell ausgelöst und läuft dann innerhalb weniger Sekunden automatisch ab. Beim Wechsel zwischen verschiedenen Beleuchtungssituationen, z.B. von Kunstlicht zu Tageslicht, wird in der Regel ein neuer Weißabgleich durchgeführt. Es ist aber auch möglich, mit festen, gespeicherten Werten zu arbeiten. Der Weißabgleich ist bei Kamerarecordern vor allem ein gestalterisches Mittel.

Bei Studiokameras wird vor der Sendung zwar auch ein Weißabgleich aller Kameras durchgeführt. Jedoch verursachen ständig wechselnde Blickrichtungen der Kameras wechselnde Lichtfarben, die dann mit einem Matching ausgeglichen werden müssen, um möglichst farbähnliche Kamerabilder zu erzeugen.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 14.10.2013

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