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Videotext

teletext

Angebot von Schrifttafeln, die während der analogen Fernsehausstrahlung innerhalb 14 Zeilen (11 bis 15, 20, 21, 324 bis 328, 333 und 334) der vertikalen Austastlücke unserer Videonorm 576i/25 übertragen werden. Dabei stehen nicht alle Textseiten gleichzeitig zur Verfügung, sondern werden zyklisch übertragen. So kann es vorkommen, dass man auf eine angeforderte Seite solange warten muss, bis diese tatsächlich übertragen wird. Moderne Videotextdecoder verfügen daher über einen Speicher, der während des laufenden Fernsehprogramms im Hintergrund alle Seiten speichert, so dass diese bei Bedarf sofort abrufbar sind. Zusätzlich gibt es die Bedienhilfe TOP, mit der die Videotextseiten nach Kapiteln sortiert werden.

Bei digitaler Fernsehausstrahlung lassen sich Textinhalte mit einer besseren Auflösung und unabhängig von der vertikalen Austastlücke übertragen. Empfangen Zuschauer ihr Programm über digitale Sendewege, besitzen jedoch analoge Fernsehgeräte, können sie das digital ausgestrahlte Textangebot nicht nutzen. Daher werden die Videotext-Inhalte auch auf digitalen Wegen mitgesendet, die dann, z.B. im DVB-Empfänger, wieder zu einem herkömmlichen Videotextsignal gewandelt werden.

Eine Besonderheit stellt die Übertragung von Untertiteln für Hörgeschädigte dar, die einige Rundfunkanstalten bei bestimmten Programmen auf der Videotextseite 150 mitübertragen. Diese kann dann je nach Bedarf zugeschaltet werden und ist nicht im ausgestrahlten Bildsignal enthalten.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 16.12.2014

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