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Upmapping

Übertragung des Kontrastumfangs eines SDR-Bildes in ein HDR-Bild.

Nach dem Videostandard ITU-R BT.2100 wird dabei die Systemkennlinie grundsätzlich so angepasst, dass der Videopegel von Diffuse White bei SDR auf den entsprechenden Wert von PQ oder HLG abgesenkt wird. Diese strikte Methode wird von der BBC auch Direct Mapping genannt.

Eine andere Überlegung ist es, einen abweichenden, höheren Wert zu wählen, um die bei einem Roundtrip entstehenden Verluste zu verringern.

Beim Upmapping enthält das erzeugte HDR-Signal zunächst keine Highlights, da diese ja im SDR-Bild nicht vorhanden sind. Je nach System können jedoch entsprechende, helle Bildteile detektiert und zu Highlights oberhalb von Diffuse White verstärkt werden. Neben technischen Betrachtungen, finden in der Praxis auch gestalterische Anpassungen statt, um beispielsweise die Kompatibilität zu HDR-Bildern zu verbessern.

Zusätzlich findet beim Upmapping auch eine Übertragung des Farbraums von ITU-R BT.709 nach ITU-R BT.2100 statt. Eine zusätzliche Upkonvertierung ist mit einem Upmapping möglich, aber nicht automatisch verbunden.

Vergl. Downmapping und Crossmapping.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2020. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 19.06.2020

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