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Tonqualität

sound quality

Grundsätzlich hängt die Tonqualität eines digitalen Audiosignals von dessen Quantisierung ab. Je mehr Lautstärkestufen es aufweist, desto naturgetreuer ist die Tonwiedergabe. Die Qualität von Tonmaterial kann nur subjektiv beurteilt werden. Wegen der Effektivität moderner Audiocodierformate ist sie nicht unbedingt an hohe Datenraten gekoppelt.

So kann eine MP3-Datei mit nur 192 Kilobits pro Sekunde einen subjektiv ähnlichen Höreindruck liefern wie das originale Audiomaterial in PCM-Tonqualität, das z.B. eine Audionettodatenrate von 1,536 Megabits pro Sekunde aufweist.

Die Unterschiede zwischen diesen beiden Signalen liegen vor allem in deren Bearbeitungsfähigkeit. Für eine spätere Klangbearbeitung sind bei den Verfahren MP3 oder AC3 bereits schon zu viele Tonanteile verloren, die nachträglich nicht mehr verstärkt oder verändert werden können. Entweder muss dazu auf die originalen PCM-Töne oder im Falle von Dolby Surround auf Dolby E zurückgegriffen werden.

Die Tonqualität analoger Audiosignale wird durch die Audiofrequenzbandbreite und den Störspannungsabstand bestimmt. In der Praxis entstehen analoge Signale vor allem bei Mikrofonen und beim Abhören. Vgl. Bildqualität.

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