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Online-Lexikon

Synchronisation digitaler Videosignale

Zwei digitale Videosignale sind dann synchron, wenn sie von einem gemeinsamen Studiotakt versorgt werden und wenn das horizontale und vertikale Timing übereinstimmen. Letzteres ist notwendig, weil die Laufzeiten digitaler Geräte im Allgemeinen um ein Vielfaches größer sind als die analoger Geräte.

Grundsätzlich müssen SDI-Signale im Studio ebenso synchron wie analoge Komponentensignale sein, um im Bildmischpult bearbeitet werden zu können. Ein digitales Bildmischpult verfügt jedoch in jedem seiner Eingänge über einen Speicherbaustein, der im Bereich von einigen zehn µs eine automatische Laufzeitkorrektur vornehmen kann. Man spricht auch von einem Timing-Fenster oder Fangbereich, der Speicherbaustein wird auch Buffer genannt. Ist die Bedingung eines gemeinsamen Taktes erfüllt, ist so lange kein weiterer Eingriff notwendig, wie die Abweichungen der ankommenden Videosignale innerhalb des Timing-Fensters des Bildmischpultes liegen.

Erst wenn z.B. die Abweichungen eines Signals die Kapazität der Speicherbausteine übersteigt, muss eine manuelle Synchronisation vorgenommen werden. Dabei werden die zu synchronisierenden Signale mit einem Bezugssignal verglichen und mit einem extern vom Studiotakt synchronisierten Oszilloskop gemessen. Entweder werden die Bildquellen in ihrem Timing angepasst oder die Bildquelle erhält ein speziell verzögertes Taktsignal des Studiotaktgebers.

Im Falle von SD wird ausschließlich der Black Burst zur Synchronisation eingesetzt. Bei HD steht zusätzlich auch der Tri Level Sync zur Verfügung, wobei einige HD-Geräte beide Signale akzeptieren, manche jedoch nur den Tri Level Sync.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 02.12.2014

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