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Online-Lexikon

Störspannungsabstand

Verhältnis zwischen den Spannungen eines Nutzsignals UN und eines Störsignals USt in der Bild- oder Tontechnik. Der Störspannungsabstand setzt sich zusammen aus dem Fremdspannungsabstand und dem Geräuschspannungsabstand. Die Angabe erfolgt in Dezibel und berechnet sich wie folgt: dBSt = 20 x log (UN/USt). In der Praxis ist damit oft ein Bild- oder Tonrauschen gemeint. Für Videosignale ist z.B. ein Störspannungsabstand von 63 dB für elektronische Kameras ein guter Wert.

Bei analogen Audiosignalen stellt die Aufzeichnung mit 60 Dezibel ein Nadelöhr dar, da analoge tontechnische Anlagen wie z.B. Tonmischpulte einen Störspannungsabstand von über 120 dB aufweisen. Bei digitalen Audiosignalen hängt der Störabstand von der Anzahl der Quantisierungsstufen ab und liegt zwischen rund 100 dB bei 16 Bits und rund 145 dB bei 24 Bits. Der Störspannungsabstand zeigt auch auf, welche Dynamik übertragen werden kann.

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