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Online-Lexikon

Singlemode

singlemode fiber

Lichtwellenleiter, bei dem die Signalübertragung mit einer Wellenlänge erfolgt. Durch die Übertragung über einen einzigen Lichtweg und die Verwendung üblicherweise einer Laserdiode als Lichtquelle ist die Singlemode-Faser für die Übertragung über lange Wege und besonders hoher Datenraten von bis zu mehreren Gigabits pro Sekunde geeignet. Wegen des geringen Kerndurchmessers von typischerweise 9 µm und einem äußeren Durchmesser von 125 µm breitet sich der Laserstrahl gradlinig aus und wird nicht durch die bei der Multimode-Faser verwendete Totalreflexion in seiner Energie geschwächt. Der Anschluss des Kabels ist aufwändiger und problematischer als bei einer Multimode-Faser, da bei einem Übergang, z.B. an einem Steckfeld, die Fasermitte genau getroffen werden muss. Immerhin lassen sich jedoch Entfernungen bis zu vielen 10 Kilometern erreichen, ohne das Lichtsignal verstärken zu müssen.

Die Farbe der äußeren Umhüllung eines Singlemode-Kabels ist üblicherweise gelb. Über eine Singlemode-Faser lassen sich – je nach verwendeter Technik – ein oder mehrere Video-, Audio- und Datensignale, in eine oder auch in beide Richtungen übertragen. Trotz höherer Leistung von Singlemode- gegenüber Multimode-Verbindungen ist die Herstellung von Singlemodefasern günstiger, die Konfektionierung wegen der höheren Anforderungen an deren Präzision jedoch teurer. Je nach Qualität von Singlemodefasern dürfen diese nicht zu eng gebogen werden wie Multimodekabel. Je höher die verwendeten Frequenzen sind, desto größer sind die zu erwartende Dämpfung und die Ausfälle. Der Biegeradius muss auch bei der Wicklung auf Trommeln beachtet werden.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 21.12.2012

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