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Sektorenblende

Rotierende Umlaufblende, die bei Filmkameras die Einstellung verschiedener Belichtungszeiten ermöglicht. Die Stellung der Sektorenblende ergibt zusammen mit der Bildwechselfrequenz die Belichtungszeit. Bei einer Bildwechselfrequenz von 25 Bildern pro Sekunde und einem Hellsektor von 180° erhält man eine Belichtungszeit von 1/50 Sekunde. Eine Reduzierung des Hellsektors auf 90° ergibt eine Belichtungszeit von 1/100 Sekunde. Da die Sektorenblende die Belichtungs- oder auch Verschlusszeit beeinflusst, wird sie auch Umlaufverschluss genannt. Die Oberfläche der Sektorenblende ist verspiegelt, um das Bild während der Dunkelphase des Films in den Sucher zu leiten.

Die Sektorenblende trägt mit ihrem „Wischeffekt“ wesentlich dazu bei, wie flüssig Bewegungsabläufe bei einer Bildwechselfrequenz von nur 25 Bildern pro Sekunde wirken. Um diese – aus dem Kino gewohnte – Anmutung auch in 35mm-Kamerarecordern zu erhalten, gibt es Modelle der Hersteller Sony und Arri, die ebenfalls eine Sektorenblende einsetzen, obwohl dies technisch nicht notwendig ist, das die Belichtungszeit im Sensor gesteuert wird. Vgl. Umlaufblende.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 14.06.2015

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