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Satellit

satellite

Ein die Erde umkreisender Flugkörper, der mit einer Rakete in das Weltall geschossen wird. Mit einem Vorrat an Kerosin kann der Satellit über Steuerdüsen in die korrekte geostationäre Umlaufbahn und in die vorher bestimmte Satellitenposition gesteuert werden. Der Abstand zweier Satelliten beträgt nur wenige 100 km. Die Position eines Satelliten muss auch im Laufe seines Lebens mehrmals korrigiert werden. Ggf. kann auch die Satellitenposition gewechselt werden, wenn dies aus organisatorischen Gründen notwendig ist.

Die Steuerung geschieht über eine fest dem Satelliten zugehörige Bodenstation und gehört in der Regel einer Satellitenbetreibergesellschaft. Große Sonnensegel sind für die Stromversorgung der Satellitentechnik und der Empfangs- und Sendetechnik zuständig. Ein Satellit verfügt über mehrere Antennensysteme, deren Ausleuchtzonen getrennt geschaltet werden können. Die Transponder machen grundsätzlich keine Unterscheidung zwischen digitalen und analogen Signalen. Die Elektronik ist mehrfach vorhanden, so dass im Falle einer Störung umgeschaltet werden kann.

Ist der Kerosin-Vorrat nach 10 bis 20 Jahren zu Ende, beginnt der Satellit zu trudeln und gerät in einen so genannten Inclined Orbit. Werden die Abweichungen der Satellitenposition zu groß, wird der Satellit in eine weiter entfernte Umlaufbahn geschickt und seine ursprüngliche Position wird frei.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 13.01.2018

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