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Referenz-Display

OLED- oder LC-Display der Klasse 1, mit hohen technische Anforderungen, vor allem für den Einsatz bei der Kameraaussteuerung, in der Farbkorrektur und bei der technische Abnahme. Beim Einsatz eines Referenz-Displays müssen immer die korrekten Betrachtungsbedingungen und der korrekte Betrachtungsabstand eingehalten werden. Die Mindestgröße beträgt 30 Zoll.

Ein Referenz-Display verfügt über eine oder mehrere SDI-Schnittstellen. Es weist die für die jeweilige Videonorm korrekte Auflösung, eine gleichmäßige Leuchtdichte, einen hohen Kontrastumfang, die präzise Einhaltung der Display-Kennlinie, die Darstellung der korrekten Farbtemperatur und des korrekten Farbraum sowie ein hochwertiges Prozessing für die Downkonvertierung und das Deinterlacing auf. Alle Daten entsprechen den jeweiligen technischen Standards.

Referenz-Displays gibt es mit einer physikalischen UHD1-, 4K-DCI- oder einer HD-Auflösung sowie für SDR mit einer Leuchtdichte bis 100 cd/m² oder für HDR mit einer Leuchtdichte ab 1000 cd/m². HDR-Displays verfügen zusätzlich über verschiedene Display-Kennlinien für HLG, PQ und für die diversen logarithmischen Kennlinien der Hersteller.

Der Schwarzwert, die Leuchtdichte, ggf. die Hintergrundbeleuchtung, die Farbsättigung, sowie die Display-Kennlinie lassen sich manuell auswählen. Für die Kalibrierung von Farbe und Kontrast steht eine entsprechende Schnittstelle für externe Messgeräte zur Verfügung. Referenz-Displays müssen in regelmäßigen Abständen kalibriert werden.

Röhrenmonitore erfüllen in keinem der genannten Punkte den heutigen Anforderungen.

Vergl. Produktions-Display und Consumer-Display.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 11.01.2019

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