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Pseudostereo

1.) Ursprünglich beschreibt der Begriff eine monofone Aufzeichnung, die nachträglich in eine stereofone bzw. räumlich klingende, zweikanalige Fassung verwandelt wurde. Dabei wird das Signal frequenzabhängig in seiner Phasenlage verändert. Das Verfahren wird in Consumer-Geräten, aber auch bei der nachträglichen Bearbeitung von monofonen Programmen verwendet, um diese aufzuwerten.

2.) Ausstrahlung eines monofonen Programms gleichzeitig auf beiden Stereokanälen und mit zusätzlicher Ausstrahlung der Stereokennung. Dies soll dem Zuschauer einen stereofonen Empfang suggerieren. Diese Arbeitsweise ist ehrlicherweise nur dann zu vertreten, wenn nicht alle Programmteile einer Sendung stereofon sind, aber trotzdem eine durchgehend gleiche Mono-/Stereokennung gesendet werden soll. Vgl. Doppelmono.

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