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Progressives Material

progressive material

Videomaterial, das mit dem Transportsystem Progressive Scanning gespeichert oder übertragen wird.

Progressives Material weist gegenüber solchem mit Interlaced Scanning zwei wesentliche Vorteile auf. Jede einzelne Bewegungsphase verfügt über die doppelte Vertikalauflösung. Im Falle von HD sind das 1080 statt 540 Zeilen. Dies macht sich bei verschiedenem Material unterschiedlich bemerkbar, fällt in einem direkten Vergleich jedoch sofort positiv auf. Bei der Wiedergabe auf Displays ist kein qualitätsmindernder Deinterlacing-Prozess notwendig und die Videodatenreduktion ist effektiver.

Die Bewegtbildauflösung von progressivem Material kann allerdings dann eingeschränkt sein, wenn die Videonormen p/25 und i/25 verglichen werden. Setzt man die Normen p/50 und i/25 nebeneinander, ist die Bewegtbildauflösung identisch. Die Einschätzung, progressives Material würde immer ruckelige Bilder erzeugen, stammt aus SD-Zeiten, in denen keine Videonormen mit p/50 existierten. Diese sind erst seit HD möglich.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 26.06.2018

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