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Normwandlung

standards conversion

Eine Normwandlung ist notwendig, wenn Programme einer fremden, nicht kompatiblen Videonorm bearbeitet und/oder gesendet werden sollen. Dazu gibt es eigenständige, zum Teil sehr aufwändige Normwandler.

So ist es bei SD beispielsweise notwendig, Material der in den USA und Japan verbreiteten Videonormen 480i/29,97 bzw. 480psF/29,97 in unsere entsprechenden Normen 576i/25 bzw. 576psF/25 zu wandeln. Das entscheidendes Problem der Wandlung sind dabei die unterschiedlichen Bildwechselfrequenzen, die von verschiedenen Normwandlern in unterschiedlichen Qualitäten bearbeitet wird. Viele MAZ-Maschinen und Server können zwar Material verschiedener Normen wiedergeben, ein Normwandler ist in einer MAZ-Maschine jedoch nicht eingebaut. Zwischen Signalen progressiver Abtastung und des Zeilensprungverfahrens muss nicht gewandelt werden. Die Beschreibung der Videonormen mit den Begriffen PAL, NTSC und SECAM ist nicht mehr zeitgemäß. Die farbcodierten Signale werden schon seit vielen Jahren nicht mehr in der Produktion genutzt.

Prinzipiell müssen auch alle HD-Signale verschiedener Normen untereinander normgewandelt werden. Allerdings stimmen die Bildpunkte pro Zeile und die Zeilenanzahl wegen des HD-CIF-Formats bereits überein, so dass es, z.B. zwischen den Normen 1080i/29,97 und 1080i/25, nur eine Wandlung der Bildwechselfrequenz geben muss. Die einzelnen Bilder bleiben unberührt. Damit durch die Normwandlung auch keine Interpolation zwischen den HD-Bildern notwendig wird, gibt es noch Alternativen wie z.B. das 2:3 Pulldown-Verfahren, das z.B. bei der Wandlung zwischen den Normen 1080psF/24 und 1080psF/29,97 angewandt wird. Liegen die Bildwechselfrequenzen der Normen nur wenig auseinander, wie z.B. 24 und 25 Bilder pro Sekunde, wird z.B. das 2:2 Pullup-Verfahren gegenüber einer Normwandlung bevorzugt. Die meisten HD-Studiogeräte können mehrere, auch sehr unterschiedliche Normen, wiedergeben, teilweise aber nicht normgerecht. Aber auch dabei gilt: Eine Bearbeitung von Material fremder Normen erfordert eine Wandlung.

Solange die Bildwechselfrequenz identisch bleibt, ist eine Konvertierung zwischen HD und SD keine Normwandlung, sondern eine Up- oder Downkonvertierung. Bei einer Konvertierung zwischen Programmen mit 720 und 1080 Zeilen der HD-CIF-Formate spricht man von einer Crosskonvertierung.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 16.12.2014

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