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Nickel-Metallhydrid-Akku

Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren weisen einen ähnlichen Aufbau wie Nickel-Cadmium-Akkus auf. Während der Nickel-Cadmium-Akku Cadmium in Cadmiumhydroxid umsetzt, werden beim Nickel-Metallhydrid-Akku Wasserstoffatome ein- bzw. ausgelagert. Auch die Nennspannung pro Zelle entspricht der des Nickel-Cadmium-Akkus. Nickel-Metallhydrid-Akkus sind für den Einsatz mit Kamerarecordern weniger geeignet. Hersteller heben zwar den im Vergleich zu Nickel-Cadmium-Akkus geringeren Memory-Effekt hervor, dieser spielt jedoch bei Kamerarecordern keine Rolle.

Wichtiger ist das ungünstige Verhalten bei Kälte und bei Wärme. Bei Kälte kann der Akku aussteigen, bei hoher Temperatur hat der Akku eine hohe Selbstentladung. Nickel-Metallhydrid-Akkus haben wegen ihrer höheren Energiedichte zwar mehr Kapazität als ein vergleichbar schwerer Nickel-Cadmium-Akku, doch wiegt das die Nachteile beim schwer berechenbaren Einsatz mit Kamerarecordern nicht auf. Dazu gehört auch, dass die Hochstromfestigkeit schlechter als bei Nickel-Cadmium ausfällt. Nickel-Metallhydrid-Akkus können eine kurze Lebensdauer haben, wenn man diese bezüglich ihrer Ladevorgänge fehlbedient. Eine Alternative ist eher ein Lithium-Ionen-Akku.

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