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Online-Lexikon

MPEG-4/Part 10

Videocodierformat, das im Jahre 2003 von einer Expertengruppe, bestehend aus der MPEG und der ITU, veröffentlicht wurde und gegenüber den Vorgängerformaten MPEG-4/Part2 und MPEG-2/Part2 doppelt so effizient arbeitet, was entweder für kleinere Dateigrößen oder für eine subjektiv bessere Bildqualität genutzt werden kann.

Offiziell heißt der Standard MPEG-4/Part 10 „Advanced Video Coding“ (AVC), wird aber von der ISO auch unter dem Namen ISO/IEC 14496-10 oder kurz Part 10 „AVC“ genannt. Die ITU verwendet dafür ihre eigene Bezeichnung H.264. Es gibt sehr viele Varianten, die sich durch die Kombination von rund 16 so genannter MPEG Levels und einer fast ebenso großen Anzahl von MPEG Profiles ergeben. Der MPEG-4/Part 10 wird ständig weiter entwickelt und um neue Profile ergänzt, die neue Funktionen beinhalten. So ist die Bildqualität durch die des Begriffs MPEG-4/Part 10 allein, ohne die Kenntnis der Profiles und Levels, nicht einschätzbar. Das vom Hersteller Panasonic verwendete Format AVC-Intra 100 basiert beispielsweise auf dem High 4:2:2 Intra Profile und dem Level 4.1.

Gegenüber MPEG-2/Part 2 und dem vorher verwendeten VLC-Verfahren, sind die Einführung einer variablen, dem Bildinhalt angepassten Blockbildung und die Einführung der Entropiekodierung CAVLC und CABAC Ursache der Effizienzsteigerung.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 14.10.2013

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