Online-Lexikon

MPEG-1

1993 eingeführtes Videocodierformat, nach dem MPEG-Standard, das Ähnlichkeiten aufeinander folgender Bilder berücksichtigen und daher einen hohen Datenreduktionsfaktor erreichen kann. MPEG-1 war für die Distribution im Internet und auf CDs gedacht und sollte etwa der Qualität früherer VHS-Systeme entsprechen. Daher wurde zunächst eine Videodatenrate von 1,5 Megabits pro Sekunde und eine Auflösung von 352 x 240 Pixeln definiert, um das Material auch mit einfachen CD-Laufwerken wiedergeben zu können.

Das in MPEG-1 enthaltene Audiosignal kann in den so genannten Layern 1, 2, oder 3 gespeichert werden, maximal sind zwei Kanäle möglich. Da MPEG-1 das beim Fernsehen verbreitete Interlaced Scanning nicht beherrscht, war die Verwendung dort eingeschränkt. Die Farbauflösung ist auf 4:2:0 beschränkt. Vor allem in der Anfangszeit des Internets und bei Bildtelefonen kam MPEG-1 zum Einsatz. Trotz der Möglichkeit höherer Auflösungen und Datenraten werden für die Produktion und Ausstrahlung von Fernsehprogrammen jedoch heute die weiterentwickelten und stärker datenreduzierenden Standards MPEG-2/Part 2 und MPEG-4/Part 10 eingesetzt.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 25.06.2018

zurück zur Liste