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Mantelstromfilter

sheath current filter

Schaltung, die – die durch eine nicht optimale mechanische Verarbeitung von koaxialen Kabeln entstehenden – Störungen vermindern kann. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um zwei Spulen, von denen die eine den eigentlichen Innenleiter des Kabels, und die andere die Abschirmung des Kabels unterbricht. Diese beiden jeweils in Reihe geschalteten Spulen weisen eine – über einen möglichst großen Frequenzbereich – sehr gute magnetische Kopplung zueinander auf. Störungen, die durch mechanische Unzulänglichkeiten des Kabels verursachten Differenzen im Hin- und Rückfluss des Stromkreises entstehen, werden – je nach Qualität des Filters – reduziert. Eine ähnliche Wirkung erreichen auch über das Kabel geschobene Ferritringe für den jeweiligen Kabelabschnitt.

Mantelstromfilter finden Anwendung bei analogen und digitalen Audio- und Videosignalen. Sie werden oft mit Übertragern, Trenntrafos, Entkoppelungsspulen oder -kondensatoren verwechselt, die jedoch anders aufgebaut sind und eine galvanische Trennung erzeugen.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2020. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 30.07.2009

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