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Magnetkopf

magnetic head

Magnetköpfe dienen zur Aufzeichnung elektrischer, analoger oder digitaler Signale. Sie bestehen aus einem sehr kleinen, ringförmigen Magneten mit einem sehr kleinen Spalt. Wird ein elektrisches Signal auf eine um den Magnetkopf gewickelte Spule gegeben, treten am Kopfspalt magnetische Kräfte aus, und die Magnetpartikel der vorbeiziehenden Festplatte oder des Magnetbandes werden entsprechend magnetisiert.

Die Köpfe von Festplatten schweben während des Betriebs auf einem sehr dünnen Luftpolster über die Platte. Bereits kleinste Verunreinigungen zwischen der Scheibe und dem Magnetkopf würden zu Störungen oder zu einem Ausfall des Systems führen. Je nach Festplatte werden die Magnetköpfe beim Ausschalten oder in kritischen Situationen in spezielle Parkpositionen gebracht.

Die Köpfe für die Aufzeichnung auf MAZ-Bänder unterscheiden sich je nach Aufgabe, wie z.B. Aufnahme, Wiedergabe oder Löschen von Video- oder Audioinformationen, in ihrer Bauform. So genannte feststehende Köpfe zeichnen Longitudinalspuren, die auf einer Kopftrommel rotierenden Köpfe Schrägspuren auf. Die Magnetköpfe haben einen direkten Bandkontakt. Die Daten- oder Videoköpfe, die sich auf der Kopftrommel befinden, haben sogar einen gewissen Kopfüberstand der zu starken mechanischen Beanspruchungen sowohl des Magnetbandes als auch des Kopfes führt. Das Ergebnis ist ein Kopfabrieb, der nach einer gewissen Zeit einen Kopfwechsel notwendig macht.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 27.08.2008

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