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Logarithmische Kennlinie

log exposure curve

Beschreibung einer Kamerakennlinie, die von der bei SDR verwendeten Standardkennlinie abweicht. Herstellerbezeichnungen sind unter anderem S-Log, C-log, Log-C, V-log und i-Log. Ziel ist es, den kompletten einem Kamerasensor zur Verfügung stehenden Kontrastumfang von etwa 14 Blendenstufen abzubilden.

Da ein Kamerasensor jedoch nur eine maximale, nicht erweiterbare Dynamik aufweist, liegt das Prinzip logarithmischer Kennlinien in einer anderen Bewertung des Sensorsignals. Diese überführt die Sensordaten so in das Videosignal, dass den dunklen und hellen Bildteilen so viele digitale Quantisierungsstufen zugeordnet werden, so dass diese nachträglich in der Bearbeitung differenziert werden können.

Dazu muss das Bild jedoch so belichtet werden, dass sich die Quantisierungsstufen zwischen den dunklen Bildteilen, dem Hautton und den hellen Bildteilen optimal verteilen. Diese technisch korrekte Belichtung geben die Hersteller für ihre verschiedenen logarithmischen Kennlinien vor. Darüber hinaus wird auch der Headroom des digitalen Videosignals zwischen 100 und 109% Videopegel mitverwendet. Durch die Verwendung der logarithmischen Kennlinie ist das Bild zunächst sehr flau und nicht normgerecht und muss bearbeitet werden. Das Ergebnis kann sowohl ein Bild mit SDR als auch HDR sein. Für eine visuelle Kontrolle am Drehort ist eine Wandlung vorab ebenfalls notwendig.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 28.11.2018

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