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Lichtbestimmung

grading

Arbeitsvorgang bei der Erstellung einer Kinokopie, in der Regel von einem Negativfilm. Das bei der Filmaufnahme verwendete Filmmaterial weist Unterschiede in der Farb- und Lichtempfindlichkeit auf, ebenso treten diese Probleme auch innerhalb verschiedener Chargen eines Filmmaterials auf. Die nach dem Schnitt des Filmmaterials sichtbaren Farb- und Helligkeitssprünge wirken auf den Betrachter störend und werden mit einer Lichtbestimmung aneinander angepasst.

Dabei darf die ursprünglich geplante Farbstimmung nicht verändert werden. Bei der Lichtbestimmung werden die einzelnen Szenen getrennt korrigiert. Dies geschieht dadurch, dass bei der Herstellung der Filmkopie passende Farbfilter in den Strahlengang geschaltet werden, oder aber bei der Kopierung zusätzlich farbiges Licht entsprechend zugemischt wird. Bei Filmproduktionen für die Auswertung im Fernsehen wird das ungeschnittene Originalmaterial mit einem Filmabtaster auf ein elektronisches Speichermedium überspielt und dann eine Farbkorrektur durchgeführt, die die gleiche Aufgabe wie die Lichtbestimmung hat.

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