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Knee

knee function

Funktion elektronischer Kameras zur Erweiterung des Kontrastumfangs bei SDR. Dabei kommen zu den 9 linearen Blendenstufen noch drei weitere dazu. Bildteile, die den Umfang von 9 Blendenstufen überschreiten und eigentlich überbelichtet sind, werden komprimiert und erhalten damit wieder eine Zeichnung, auch wenn die Darstellung nicht natürlich wirkt.

Die Kamerakennlinie erhält dazu einen Knick, ein so genanntes Knee. Der Punkt, an dem das Knee einsetzt, ist der Knee Point. Die Steigung in der die Kennlinie abknickt, nennt man Knee Slope. Diese Werte werden manuell, je nach Bildinhalt eingestellt. Je flacher die Kennlinie eingestellt wird, umso flauer wird Bild. Je tiefer der Knee Point sitzt, um so mehr Kontrast entsteht, jedoch beeinflusst ein zu tiefer Knee Point auch die Hauttöne. Einige Kameras bieten die Möglichkeit, eine zweite Knee-Funktionen zu schalten oder eine automatische Knee-Funktion zu aktivieren. Einen größeren Kontrastumfang mit einer natürlichen Bildwiedergabe lässt sich mit HDR erzielen.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 27.11.2018

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