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Jitter

Zittern. Zeitliche Signalschwankung.

1.) Bei digitalen Videosignalen wirkt sich das Jittern auf die Taktgenauigkeit der einzelnen Bits aus. Dies kann im schlimmsten Falle dazu führen, dass eine Baugruppe für die Verarbeitung eines SDI-Signals die Bits nicht mehr sicher voneinander trennen kann und fehlinterpretiert. Ursache kann eine falsche Signalverteilung, wie z.B. ein zu langes Kabel, eine falsche Synchronisation oder ein Gerätedefekt sein. Jitter ist z.B. mit dem Augendiagramm zu erkennen, auch wenn die Bildübertragung fehlerfrei erscheint. Einige Video Analyzer verfügen darüber über eine Darstellung, mit der die Amplitude und die Frequenz des Jitters bestimmt werden.

2.) Bei Netzwerken ist der Jitter durch die Variation definiert, zu dem Ethernet Frames von einem mittleren Zeitpunkt abweichend ankommen. Diesen Ankunftszeitpunkt kann man daher nicht mehr präzise vorhersagen.

3.) Bei analogen Videosignalen entsteht Jitter z.B. durch eine nicht optimal abgeglichene MAZ-Maschine oder eine falsche Synchronisation. Das Jittern äußert sich dabei durch schnelle horizontale Zitterbewegungen des Bildes auf einem Display. Die Fehler lassen sich über eine Waveform oder über ein Vektorgramm und bei starker Ausprägung auch im Bild erkennen.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 04.01.2019

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