Online-Lexikon

ITU-R BT.709

Videostandard der ITU, der Spezifikationen von HD beschreibt. Neben der Auflösung von 1920 Pixeln pro aktiver Zeile und 1080 Zeilen gibt es noch eine weitere mit 1280 Pixeln und 720 Zeilen. Ein beiden Fällen beträgt das Bildseitenverhältniss ausschließlich 16:9 und die Pixelgeometrie ist quadratisch. Möglich sind viele Videonormen, wie beispielsweise die in Europa üblichen 1080i/25, 1080psF/25, und 720p50. Auch Normen mit p/24 oder p/23,98 sind möglich. Die Anzahl der Zeilen inklusive der Austastlücken variiert mit den Normen, die Bruttozeilen sind 1125 bzw. 750 Zeilen.

Grundsätzlich wird das Komponentensignal nach dem Verfahren 4:2:2 für das Luma-Signal und die beiden Farbdifferenzsignale verwendet, wobei letztere nur die Hälfte der horizontalen Bildpunktelemente aufweisen. Ebenso sind RGB-Signale mit 4:4:4 möglich.

Der Farbraum mit den Primärvalenzen x=0,64, y=0,33 für Rot, x=0,30, y=0,60 für Grün und x=0,15, y=0,06 für Blau ist zu den Werten der ITU-R BT.601 fast identisch. Die Luma-Formel hat die Werte 21% Rot, 72% Grün und 7% Blau und weicht von denen der ITU-R BT.601 erheblich ab. Die korrekte Bezeichnung des digitalen Komponentensignals ist Y, CB, CR. Der Standard sieht eine Gamma-Vorentzerrung vor. Der Pegelwert jedes Bildpunktelements wird in der Regel mit 10 Bits quantisiert.

Das Originaldokument ist sehr detailliert und beschreibt auch die Abtastfrequenz der früher verwendeten Analog/Digital-Wandlung beim Luma-Signal mit 74,25 MHz, die der beiden Farbdifferenzsignale mit jeweils 37,125 MHz. Die Videobandbreite beträgt rund 30 MHz bzw. 15 MHz. Ebenso gibt es Angaben zu den teils abweichenden Spezifikationen für die US-amerikanisch/japanischen Videonormen.

Vergl. ITU-R BT.601 und ITU-R BT.2020.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 17.06.2018

zurück zur Liste