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Interpolation

Interpolation

Einfügen. Berechnung von neuen Daten aus Teilen vorhandener Informationen.

Interpolation wird in vielen Bereichen der Videotechnik angewandt. So werden z.B. bei einer Normwandlung von der Videonorm 480i/29,97 in die Norm 576i/25 die dort fehlenden Zeilen durch eine Mittelwertbildung errechnet.

Auch beim Pixelmapping, bei der Übertragung der Bildpunkte eines Videosignals auf ein Display, kann eine Interpolation notwendig werden. Stimmt die Anzahl der Bildpunkte des Videosignals nicht exakt mit der des Displays überein, kann also kein 1:1-Pixelmapping stattfinden. Es müssen neue Bildpunkte durch eine Berechnung benachbarter Bildpunkte gewonnen werden.

Bei der Vergrößerung eines Bildes in der Bearbeitung müssen zusätzliche, fehlende Bildpunkte durch eine Interpolation benachbarter Bildpunkte gefunden werden.

Im Bereich der Videodatenreduktion werden beispielsweise bei den MPEG-Standards nicht alle Bilder komplett übertragen. Die Informationen fehlender Bilder werden aus davor liegenden und nachfolgenden Bildern berechnet.

Bei der Überspielung zwischen Videosignalen mit verschiedenen Abtastverhältnissen, wie z.B. mit 4:2:0- und 4:1:1-Signalen, müssen die Bildpunkte der Farbdifferenzsignale entsprechend umgerechnet werden. Je nach System und Aufgabe ist eine Interpolation mit einer Qualitätsverschlechterung und/oder Rechenzeit verbunden.

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