Online-Lexikon

HDV

High Definition Video. Digitales MAZ- und Videocodierformat des Consumer-Bereichs für HD. HDV zeichnet ein digitales Komponentensignal auf, jedoch gibt es, bedingt durch die historische Entwicklung die zwei verschiedenen Formate HDV1 mit 720 Zeilen und HDV2 mit 1080 Zeilen. HD-Signale mit 720 Zeilen werden nach dem Verfahren 4:2:0 mit einer 8-Bit-Quantisierung aufgezeichnet. Die Datenreduktion nach MPEG-2/Part 2 und einer GOP von 14 ergibt dort mit einem Datenreduktionsfaktor von 14:1 eine Videonettodatenrate von 20 Megabits pro Sekunde. HD-Signale mit 1080 Zeilen werden nach dem Verfahren 3:1,5:0 und einer 8-Bit-Quantisierung aufgezeichnet. Die Datenreduktion nach MPEG-2/Part 2 mit einer GOP von 15 und einem Datenreduktionsfaktor von 19:1 ergibt eine Videonettodatenrate von 25 Megabits pro Sekunde. In beiden Fällen verarbeitet das Format zwei Töne, die mit dem MPEG Layer 2-Verfahren codiert wurden.

Die Bandaufzeichnung geschieht auf Small- und Large-Kassetten mit einer Magnetbandbreite von ¼ Zoll und einer maximalen Spieldauer von 60 bzw. 270 Minuten.

HDV ist ebenfalls ein Videocodierformat. Es kann von Kamerarecordern über Firewire auf Speichermedien wie z.B. auf einen Flash-Speicher oder auf eine Festplatte aufgezeichnet sowie auf Schnittsysteme übertragen werden. Bei dieser nativen Übertragung kommt es zu keinen qualitativen Verlusten.

hdv.org

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 02.12.2014

zurück zur Liste