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Großflächenflimmern

large area flicker

Störeffekt, der durch schnell aufeinander folgende periodische Veränderungen der Bildhelligkeiten der gesamten Bildfläche entsteht, die das Auge aufgrund seiner Trägheit noch voneinander unterscheiden kann. Für eine dem Auge kontinuierlich erscheinende Bildhelligkeit sind etwa 50 bis 60 Bilder pro Sekunde notwendig.

Ein Filmprojektor schattet mit einer Umlaufblende daher jedes der 24 Filmbilder pro Sekunde einmal ab, so dass sich eine Flimmerfrequenz von 48 Hz ergibt, die nicht als Störung wahrgenommen wird. Bei der Wiedergabe von Videosignalen tritt das Großflächenflimmern bei Röhrenmonitoren auf. Dabei werden von den 25 Vollbildern des Zeilensprungverfahrens beide Halbbilder gezeigt so dass sich daraus 50 Helligkeitsbilder ergeben. Sehr helle Bilder können jedoch immer noch flimmern, so dass die 60 Hz der US-amerikanisch/japanischen Videonormen oder noch höhere Frequenzen von Grafikkarten eines Computers mit über 70 Hz noch bessere Ergebnisse erzielen. Um das Großflächenflimmern bei Röhrenmonitoren noch weiter zu reduzieren, wurde dort eine 100 Hz-Technik eingeführt.

LC- oder Plasma-Displays weisen z.B. kein Großflächenflimmern auf. Hier würden 25 Vollbilder pro Sekunde bereits ausreichen, auch wenn diese nicht nach dem Zeilensprungverfahren, sondern mit progressiver Abtastung gezeigt werden.

Unabhängig von der Art der Displays kann ein Flimmereffekt auftreten, wenn z.B. in den USA oder Japan bei einer Beleuchtung mit der Stromwechselfrequenz von 60 Hz mit einem Kamerarecorder nach der Norm 576i/50 gedreht wird. Abhilfe kann die Steuerung der Belichtungszeiten an elektronischen Kameras sorgen.

Vgl. Kantenflimmern.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 03.12.2014

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