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Frequenzabhängige Dämpfung

high frequency loss

Beim Durchgang von Videosignalen durch lange Koaxialkabel tritt durch den Wellenwiderstand für hohe Frequenzen eine stärkere Dämpfung auf als für niedrige Frequenzen. Dies hat bei analoger Videosignalverteilung mit zunehmender Kabellänge einen Verlust kleiner Bilddetails und eine Verringerung der Farbsättigung zur Folge. Bei Kabellängen ab etwa 40 Metern muss mit einem Videoentzerrer für Abhilfe gesorgt werden.

Bei digitaler Signalübertragung von SDI-Signalen sind die zu übertragenden Frequenzen so hoch, dass alle Systeme mit einer automatischen Entzerrung ausgestattet sind. Wird die maximale Kabellänge von etwa 250 Metern für SD-SDI bzw. 70 Metern für HD-SDI überschritten, treten Bildstörungen schlagartig auf. Diese Angaben gelten für Standard-Videokabel. Grundsätzlich gilt: Je größer der Kabelquerschnitt, desto geringer ist die frequenzabhängige Dämpfung.

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