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Filmrestaurierung

Unter einer Restaurierung von Filmmaterial versteht man sowohl das Reparieren mechanischer Schäden, wie der eines Filmrisses, dem Verlust einer intakten Perforation als auch die Verbesserung der Bild- und Tonqualität, die durch Lagerung oder früher unausgereifter Filmmaterialen gelitten hat. Größere mechanische Schäden müssen von Spezialisten repariert werden, ein einfacher Filmriss oder eine Klebestelle, die sich geöffnet hat, können am Filmschneidetisch in Ordnung gebracht werden. Kleinere Schäden in der Perforation sind für moderne Filmabtaster kein unüberwindbares Hindernis, weil der Filmtransport – im Ggs. zu einem Filmprojektor – nicht über die Perforation, sondern über einen Capstan erfolgt.

Das häufigste mechanische Problem von Filmmaterialien sind Filmschrammen, die im Laufe der Lebenszeit eines Films z.B. durch Schmutzablagerung diverser Umlenkrollen in Filmprojektoren und Filmabtastern entstanden sind. Neben der mechanischen Korrektur einer Nassabtastung gibt es elektronische Möglichkeiten, die außer Schrammen auch andere Fehler, wie z.B. Spratzer, den Bildstand und Ausbleichungen der Farbschichten korrigieren können. Dies kann in vielen Fällen automatisch und muss nur in Ausnahmefällen manuell erfolgen. Die Nachcolorierung eines Filmes hat mit der Filmrestauration nichts zu tun.

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