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Fernsehkasch

Früher verwendeter Begriff, der sicherstellen sollte, dass Schrifttafeln und andere Texte, die sich am Bildrand befinden, von allen Zuschauern ohne Bescheidung gesehen werden können. Der Begriff stammt aus der Zeit der Bildröhre, in der die Fernsehgeräte das Bild um einen Betrag von 10-15% größer ausschrieben und dadurch die Randzone nicht sichtbar war.

Im Falle von UHD und HD darf dies nicht der Fall sein. Es ist davon auszugehen, dass die Zuschauer den kompletten Bildinhalt sehen und sich Störungen in den Randbereichen nicht versenden. Wird bei modernen Consumer-Displays das Bild größer ausgeschrieben und ist nicht mehr das vollständige Bild zu sehen, entfällt das 1:1-Pixelmapping, das die Voraussetzung für die Wiedergabe einer vollständigen Auflösung ist.

Trotzdem gibt es in einigen Consumer-Displays immer noch die Overscan-Funktion. Im Falle der Wiedergabe von SD-Material ist diese sogar in den meisten Fällen grundsätzlich aktiviert. und lässt sich nicht abschalten.

Wie groß der schützenswerte Randbereich bei UHD und HD in der Praxis tatsächlich ausmachen sollte, hängt davon ab, ob man den Consumern zutraut, den 1:1-Pixelmapping-Modus in ihren Displays zu aktivieren.

Ursprünglich kam der Begriff Fernsehkasch aus dem Bereich der Filmkameras. Dort ist damit eine Einzeichnung im Sucher einer Filmkamera gemeint, die ungefähr das auf Fernsehgeräten ausgeschriebene Raster zeigen sollte. Der tatsächlich im Sucher sichtbare Bereich ist aber größer, sogar auch größer als der, der auf das Filmmaterial aufgezeichnet wird.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2020. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 03.12.2018

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