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Farbauflösung

chroma resolution

Beschreibt das Auflösungsverhältnis zwischen den Helligkeits- und den Farbanteilen eines Videosignals. Die Farbauflösung definiert vor allem die Bearbeitungsfähigkeit des Videomaterials. Weil das menschliche Auge Helligkeitseindrücke höher aufgelöst wahrnimmt als Farbeindrücke, kann man sich in bestimmten Fällen leisten, die Auflösung der Farbdifferenzsignale eines Komponentensignals zu reduzieren, um Datenmenge zu sparen.

So beschreibt beispielsweise 4:2:2 das Verhältnis zwischen der Menge der Bildpunktelemente des Luma-Signals und der der beiden Farbdifferenzsignale. Dabei steht die Ziffer „4“ immer für die vollständige Auflösung der jeweiligen Videonorm.

Die Farbauflösung von 4:2:2 ist der Standard für SDI-Signale und der der meisten Aufzeichnungsformate. Davon ausgehend gibt es verschiedene Farbauflösungen, bei denen nicht die Bearbeitungsfähigkeit, sondern die geringere Datenmenge im Vordergrund steht, wie bei 4:1:1, 4:2:0, 3:2:2, 3:1,5:1,5, 3:1,5:0 und 3:1:1.

Eine Farbauflösung von 4:4:4 wird nur für besonders hochwertige Produktionen mit aufwändigen Bearbeitungsschritten oder beim Spielfilm eingesetzt. 4:4:4 kann auf das Videosignalformat RGB hindeuten, es könnte sich aber auch um ein Komponentensignal handeln. Im Falle einer vierten Ziffer, wie bei 4:4:4:4 ist noch ein Alphakanal genannt.

Die Ziffern, mit denen die Farbauflösung angegeben wird, wie beispielsweise 4:2:2, haben ihren Ursprung in der Analog/Digital-Wandlung von SD-Signalen. Die dabei verwendete Grundabtaktfrequenz von 3,375 MHz ergibt mit der „4“ multipliziert die Abtastfrequenz des Luma-Signals von 13,5 MHz. Mit der Einführung von HD ist man bei dieser Beschreibung geblieben, obwohl die Zusammenhänge dort anders sind.

Die Benennung der Farbauflösung mit den Begriffen Farbabtastung oder Farbunterabtastung ist veraltet.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2019. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 03.12.2018

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