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Dynamik

dynamic

1.) Die Dynamik der Akustik wird durch den Bereich zwischen der leisesten und der lautesten Stelle eines Schallereignisses in dBA beschrieben. Maximal kann ein Wert von etwa 10.000.000:1 bzw. 140 dBA erreicht werden.

2.) Die Dynamik der Audiotechnik wird durch das Verhältnis der lautesten zur leisesten Stelle eines Audiosignals definiert. Die Angabe erfolgt in Dezibel. Die Dynamik beschreibt auch gleichzeitig den Störspannungsabstand, den Abstand des Tonsignals vom hörbaren Tonrauschen. Die Dynamik digitaler Audiosignale hängt von deren Quantisierung ab. Audiosignale mit einer 24-Bit-Quantisierung können eine Dynamik von mehr als 10.000.00:1 bzw. 140 dB aufweisen, Audiosignale mit einer 16-Bit-Quantisierung erreichen immerhin noch eine Dynamik von rund 100.000:1 bzw. 100 dB. Die Dynamik analoger Audiosignale hängt von der Qualität der Schaltungen ab. Gute Tonmischpulte können eine Dynamik von 1.000.000:1 bzw. 120 dB erreichen, die analoge Audioaufaufzeichnung ohne weitere Rauschminderungssysteme jedoch nur 1000:1 bez. 60 dB.

3.) Die Dynamik, unter der Audioprogramme gehört werden können, hängt im wesentlichen von den Umgebungsgeräuschen und der möglichen Abhörlautstärke ab. Während die Abhördynamik im Kino mehr als 60 dB betragen kann, im Heimkino etwa 50 dB, so wird für das normale Wohnzimmer eine Dynamik von etwa 35 dB angegeben. Vergl. Zimmerlautstärke.

4.) In der Videotechnik ist die Dynamik die Angabe des Verhältnisses zwischen hellen und dunklen Bildern, der Kontrastumfang. Ein Bildröhre erreicht ein Verhältnis von mindestens 32:1 bzw. 5 Blendenstufen, eine elektronische Kamera kann ohne weitere Manipulation ihrer Kennlinie eine Dynamik von etwa acht Blendenstufen erreichen.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 18.10.2015

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