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DVCAM

Digitales MAZ- und Videocodierformat für SD. DVCPRO zeichnet ein digitales Komponentensignal nach dem Verfahren 4:2:0 mit einer 8-Bit-Quantisierung auf. Die Datenreduktion nach einem dem JPEG-Standard ähnlichen Verfahren ergibt mit einem Datenreduktionsfaktor von 5:1 eine Videonettodatenrate von 25 Megabits pro Sekunde. Wegen der geringen Farbauflösung ist DVCAM aber nicht durchgängig bearbeitungsfähig. Das Format verarbeitet zwei PCM-Töne mit 16 Bits.

Die Bandaufzeichnung geschieht auf Small- und Medium-Kassetten mit einer Magnetbandbreite von ¼ Zoll und einer maximalen Spieldauer von 40 bzw. 148 Minuten. DVCAM-Maschinen können in der Regel auch Kassetten des Formats DV wiedergeben. Das Format wurde 1996 eingeführt.

DVCAM-Maschinen können über SDTI das einmal datenreduzierte Signal wiedergeben. Dadurch ergeben sich bei der Überspielung z.B. auf ein Schnittsystem oder einen Server mehrere Vorteile. Im Gegensatz zur Schnittstelle des SDI-Signals mit einer Videonettodatenrate von 200 Megabits pro Sekunde wird Speicherplatz gespart, die native Übertragung geschieht ohne qualitative Verluste. Überspielungen zwischen zwei DVCPRO-Maschinen können ebenfalls nativ in verminderter Echtzeit bewerkstelligt werden.

DVCAM ist ebenfalls ein Videocodierformat. Es kann von Kamerarecordern auf andere Speichermedien wie z.B. auf einen Flash-Speicher oder auf eine Festplatte aufgezeichnet werden. Dadurch ist auch eine Übertragung im File Transfer-Verfahren, ggf. auch schneller als in Echtzeit möglich.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 14.10.2013

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