Online-Lexikon

DVB-T

Digital Video Broadcasting Terrestrial. DVB-Standard für die terrestrische Übertragung eines nach dem MPEG-2/Part 2- oder MPEG-4/Part 10-Verfahren datenreduzierten SD-Videosignals. Als digitales Modulationsverfahren wird COFDM verwendet. DVB-T wird zur digitalen Fernsehausstrahlung zum Zuschauer für stationären und mobilen Empfang, z.B. in Fahrzeugen oder tragbaren Fernsehgeräten, eingesetzt. Innerhalb der Bandbreite von 8 MHz eines früheren analogen Fernsehkanals lässt sich eine Datenrate zwischen 12 und 20 Megabits pro Sekunde nutzen. Damit können z.B. vier Fernsehprogramme mit einer Datenrate von jeweils 2 bis 4 Megabits pro Sekunde untergebracht werden.

Bei dieser niedrigen Datenrate kann bei schnell bewegten Szenen eine Blockstruktur auftreten. Zur Vermeidung wird die zur Verfügung stehende gesamte Datenrate zwischen den vier Programmen inhaltsabhängig aufgeteilt. Mit in der Praxis sechs ausgestrahlten Datenströmen lassen sich somit 24 Programme verteilen. Diese Programmvielfalt ist auch wegen des verwendeten Gleichwellennetzes möglich, weil dadurch die Programme an mehreren Senderstandorten mit der gleichen Frequenz ausgestrahlt werden können. Grundsätzlich ließen sich auch bessere Qualitäten erzielen und auch andere Datenreduktionsverfahren einsetzen.

Wegen des Gleichwellennetzes ist es auch möglich, DVB-T für mobile Produktionstechnik, wie z.B. für die Übertragung von Kamerasignalen zwischen Hubschrauber und Fahrzeugen, zu nutzen. Für die Übertragung von HD-Programmen wird der DVB-T2-Standard eingesetzt. Vgl. DVB-S und DVB-C.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 01.12.2014

zurück zur Liste