Online-Lexikon

DLP

Digital Light Processor. Prinzip eines Großbildprojektors, der die Bildpunkte mittels winzig kleiner, auf einem Chip aufgebrachte Spiegel von einer starken Lichtquelle auf die Bildwand reflektiert. Die Spiegel können einzeln moduliert, bzw. bewegt werden und sind damit in der Lage, verschiedene Helligkeiten zu produzieren. Professionelle Geräte haben drei Chips für Rot, Blau und Grün. Das Licht der Projektionslampe wird durch ein Prisma geteilt und gelangt so zu den entsprechenden Chips, die das Bild über das Objektiv projizieren.

Besitzen Projektoren nur ein Chip, befindet sich zwischen der Projektionslampe und dem Chip ein rotierendes Farbrad. Wird z.B. rotes Licht auf das Chip geworfen, steuern auch nur rote Bildanteile die Spiegel der entsprechenden Bildpunkte. Die Farben werden sequenziell dargestellt, was teilweise zu unerwünschten Farbeffekten führen kann, wenn man z.B. mit dem Auge blinzelt. Dieser Effekt wird auch Regenbogeneffekt genannt. Vgl. LCD-Projektor.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 09.07.2016

zurück zur Liste