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Digital Intermediate

Digitales Zwischenprodukt. Elektronische Kopie eines für das Kino bestimmten Filmes, die durch den Einsatz eines Filmscanners oder eines Filmabtasters entstanden ist. Dieses Digital Intermediate ist in der Regel das Ausgangsmaterial für die nachfolgende Farbkorrektur. Durch die heute zu Verfügung stehende hohe Speicherkapazität ist es möglich, bereits das gesamte, für den Schnitt relevante, Rohmaterial als Negativ zu speichern. Dabei ist es auch möglich, den Film als so genannten Filmstream zu überspielen.

Ein Digital Intermediate ist besonders für Filme mit großem Trickbedarf interessant, weil dieses Filmmaterial bereits aus diesem Grund in elektronisches Material gewandelt werden muss. Es wird dann für den Schnitt, die Trickbearbeitung und die Farbkorrektur genutzt. Auch das Rohmaterial einer Filmproduktion, die mit 35mm-Kamerarecordern erstellt und zur weiteren Bearbeitung kopiert wurde, kann als Digital Intermediate bezeichnet werden.

Das Datenformat eines Digital Intermediate ist in der Regel DPX. Der Begriff Digital Intermediate findet seinen Ursprung in der Filmbearbeitung von Kinofilmen, bei der vom geschnittenen Negativfilm nach einer Lichtbestimmung immer ein Zwischenpositiv und davon ein Zwischennegativ hergestellt wurde, welches dann die Ausgangsbasis für die Anfertigung der Kinokopien war.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 12.09.2008

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