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Digitales Komponentensignal

digital component signal

Ein digitales Komponentensignal besteht aus einem Luma-Signal und den beiden Farbdifferenzsignalen. In den meisten Fällen handelt es sich um so genannte SDI-Signale. Diese arbeiten grundsätzlich mit einem Verhältnis von 4:2:2 zwischen den Bildpunktmenge des Luma-Signals und der beiden Farbdifferenzsignale und verfügt über eine 10-Bit-Quantisierung. Um welche Videonorm und Auflösung es sich dabei handelt, ist mit dem Verhältnis 4:2:2 nicht beschrieben, da es sich nur relative Angaben handelt.

Je nach Norm, müssen für die Verteilung des Komponentensignals verschiedene Schnittstellen verwendet werden. Im Falle von SD wie 576i/25 und 576psF25 handelt es sich um die SD-SDI-Schnittstelle. Bei HD genügt für die Videonormen 1080i/25 und 1080pSF/25 HD-SDI, Normen wie 1080p/50, benötigen 3G-SDI oder Dual Link HD-SDI. Komponentensignale höherer Auflösungen, wie UHD-1, erfordern 3G- oder 6G-SDI-Verbindungen.

Digitale Komponentensignale weisen gegenüber digitalen RGB-Signalen eine verminderte Bearbeitungsfähigkeit auf. Ob und wie stark dies sichtbar wird, hängt vom jeweiligen Anspruch ab.

Auf der anderen Seite reduzieren einige Aufzeichnungsformate oder Übertragungssysteme die Anzahl der Bildpunkte oder arbeiten nur mit einer 8-Bit-Quantisierung, um die teilweise hohe Datenmenge des SDI-Signals mindern. In jedem Falle wird die Bearbeitungsfähigkeitsfähigkeit deutlich reduziert, wie beispielsweise bei dem Format 4:2:0. Verfahren wie 3:1,5:0 greifen zudem auch das Luma-Signal, also die gesamte Auflösung an.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 10.03.2016

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