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Digital Cinema Package

Dateisammlung zur Distribution von Filmen im Kino. Dabei sind grundsätzlich verschiedene Videonormen in unterschiedlichen Auflösungen und Bildwechselfrequenzen möglich. Neben einer DCP-Norm der SMPTE existiert noch eine ältere Variante der MPEG, auch „MPEG Interop“ genannt. Im Wesentlichen enthält diese Beschränkungen in der Bildwechselfrequenz auf 24 Bilder pro Sekunden. Aufgrund von Kompatibilitätsproblemen wird in der Praxis häufig die MXF-Interop-Variante noch verwendet.

Die im Kino üblichen Bildseitenverhältnisse werden durch eine Reduzierung der vertikalen Auflösung erreicht. Dabei stehen dann für das „Flat“ genannte Format 1,85:1 die Auflösungen 3996 x 2160 und 1998 x 1080 Pixel zur Verfügung und für das „Scope“ genannte Format 2,39:1 die Auflösungen 4096 x 1716 und 2048 x 858 Pixel.

Als Videocodierformat kommt das JPEG-2000-Verfahren mit einer 12-Bit-Quantisierung und XYZ-Signalen im Containerformat MXF-Atom zum Einsatz. Die Videonettodatenrate kann bis zu 250 Megabits pro Sekunde betragen. Maximal sind 16 Tonkanäle mit einer 24-Bit-Quantisierung nach dem PCM-Verfahren möglich. Zusätzlich können Untertitel und eine Playlist in einem DCP enthalten sein. Das DCP kann verschlüsselt werden und lässt sich dann für die Wiedergabe nur durch den Projektor des Kinos entschlüsseln. Als verbreitetes Distributionsmedium wird eine Festplatte im Wechselrahmen des Herstellers CRU verwendet. Ein Film mit 90 Minuten Länge kommt dabei auf eine Datenmenge von etwa 1,5 Terabytes.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 14.06.2015

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