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Detail

Der englische Begriff Detail steht für eine Schaltung, die, vor allem in elektronischen Kameras, den subjektiven Schärfeeindruck erhöht. Da der Schärfeeindruck wesentlich vom Kontrast kleiner Bilddetails abhängt, werden die Pegel schwarz/weißer und weiß/schwarzer Kanten erhöht. Je nach Größe der objektiven Schärfeleistung der Kamera, die durch die Menge der Pixel auf den CCD- oder CMOS-Sensoren entsteht, wird ein mehr oder weniger großer Betrag der Kantenkorrektur hinzugefügt. Die objektive Schärfe einer Kamera wird mit der Modulationstiefe angegeben.

Neben der erwünschten Zunahme der subjektiven Schärfe hat die Kantenanhebung jedoch auch Nachteile. Durch die Kanten bekommt das Bild eine unnatürliche Wirkung, oder die hinzugefügten Kanten verdecken kleine Bilddetails. Zusätzlich zu einer Reduzierung der Kantenbreite können verschiedene Korrekturparameter, wie z.B. Frequency, Softcontour, Level Depend, Noise Slicer oder Knee Detail, hinzugefügt werden. Da deren Einstellungen zum Teil aufwändiger und szenenabhängig sind, eignen sie sich nur für den Betrieb im Studio. Die Einstellung der Kantenkorrektur wird auch verwendet, um Bilder weniger künstlich aussehen zu lassen. Dies ist aus mehreren Gründen problematisch, u.a. weil die Einstellung der Kantenkorrektur von der Brennweite abhängt. Um Hautunreinheiten weniger auffällig wirken zu lassen, gibt es eine Skin Detail-Einstellung.

Je größer die Auflösung des CCD-Sensors ist, desto weniger Kantenkorrektur ist nötig und umso natürlicher sehen die Kamerabilder aus. Dies gilt insbesondere für HD-Kameras. Kantenkorrekturen sind zum Teil auch bei Monitoren, vor allem bei Suchermonitoren, als Hilfe bei der Einstellung der vorderen Schärfe einstellbar.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 01.12.2014

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