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Datenreduktionsfaktor

Faktor, um den die Datenmenge z.B. bei der Videodatenreduktion verringert wird. Dieser Faktor ist ein Grundwert für eine in der Praxis notwendige, variable Datenrate. In der reduzierten Datenmenge sind keine Daten zum Fehlerschutz und auch keine Audiodaten enthalten. Eine Qualitätseinschätzung lässt sich aus dem Datenreduktionsfaktor alleine nicht gewinnen. Es ist z.B. nicht erkennbar, welche Bildqualität das Ursprungssignal, wie z.B. 4:2:2 oder 4:1:1, hatte; die Frage der Pixeldezimation wird beim Datenreduktionsfaktor nicht berücksichtigt.

Eine vergleichende Angabe der Datenreduktion zwischen Verfahren, die innerhalb eines Vollbildes Daten reduzieren – wie z.B. AVC-Intra – und denen, die die Beziehung zwischen aufeinander folgenden Vollbildern ausnutzen – wie z.B. bei MPEG-Standards mit einer GOP – ist ebenfalls schwierig. Der zweite Fall ist wesentlich effizienter, bei gleicher Datenmenge ist eine bessere Bildqualität zu erwarten. Daher muss die Art des Codierverfahrens, bzw. die GOP-Länge, bei einer Angabe des Datenreduktionsfaktors immer mit erwähnt werden. Die Datenreduktionsfaktoren für professionelle Anwendungen bewegen sich zwischen 2:1 und 100:1. Die Angabe geht dabei immer von der Videonettodatenrate aus.

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