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Cue-Spur

1.) Bei digitalen MAZ-Formaten dient die Cue-Spur zur Aufnahme eines analogen Audiosignals minderer Qualität, in der Regel zu organisatorischen Zwecken. Meist handelt es sich um eine Mischung mehrerer digitaler Audiosignale, die für die eigentliche qualitative, digitale Audioaufzeichnung vorgesehen sind.

Die Einrichtung einer Cue-Spur geht hier auf die Anfänge der Digitaltechnik zurück, bei der digitalisierte Töne nur in normaler Wiedergabegeschwindigkeit zu hören waren. Beim Umspulen konnte entweder gar kein Tonsignal oder nur eines wiedergegeben werden, mit dem eine bestimmte Bandstelle beim Umspulen nicht eindeutig aufzufinden war. Die Cue-Spur ist eine Longitudinalspur und wird längs zur Bandkante eines MAZ-Bandes aufgezeichnet.

2.) Bei einigen älteren, nicht mehr aktuellen MAZ-Formaten wie z.B. dem Quadruplex-Format wurde die Cue-Spur zur Aufzeichnung gesprochener Hinweise für die Überblendung eines Beitrages verwendet, der auf zwei Bändern angeliefert wurde. Außerdem konnten zu einer Zeit, in der es noch keinen Time Code gab, Kontrolltöne für einen linearen Schnitt aufgenommen werden.

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